Cinema Iran

Das Programmheft kann hier geladen werden:

Das CINEMA IRAN Programm 2022

 

Tickets bei MünchenTicket

 

(Für Trailer bitte auf die Filmtitel klicken)

 

13.7., 19 Uhr

KILLING THE EUNUCH KHAN (Koshtan-e Khajeh) (Deutschlandpremiere)

KILLING OF EUNUCH KHAN, R.: Abed Abest

killing_the_eunuch_khan_low

Regie: Abed Abest, Iran 2021, 110 Min., Persisch, Arabisch mit engl. UT

Zwei Mädchen spielen im Garten einer alten Villa in Teheran. Sie sammeln dort verstreut liegende Spiegel ein und tragen sie ins Haus. Eine Bombe reißt einen tiefen Krater in den Garten. Der Vater versucht seine Töchter zu retten und muss sie doch begraben. Blutströme ergießen sich durch das Treppenhaus und fluten die Kanäle der Stadt. Ein bewaffneter Soldat steigt eine an M.C.Escher erinnernde Treppe hinauf. Und wer ist der geheimnisvolle Mann, der die Fäden in der Hand zu halten scheint? Mit seinen visuell überwältigenden, fast surrealen Bildern und der hypnotischen Musik von Christophe Rezai werden Assoziationen zu vergangenen und aktuellen Kriegen und schwindelerregenden, wiederkehrenden Gewaltspiralen geweckt, in denen Opfer immer neue Opfer erzeugen und sich die Frage nach Verantwortung stellt. Ein Film, zwischen Realität und Traum(a), der unsere Gegenwart spiegelt.

Der Regisseur, Produzent und Schauspieler Abed Abest, 1987 in Bandar Abbas geboren, ist vielen bekannt als der Darsteller des Parviz in Shahram Mokris Film FISH & CAT (2013). Sein Regiedebüt SIMULATION (2017) feierte auf der Berlinale Premiere. KILLING THE EUNUCH KHAN ist sein zweiter Spielfilm, der bisher auf Festivals in Estland, Indien, den USA und Australien gezeigt wurde.
Regie, Drehbuch: Abed Abest Kamera: Hamid Khozouie Abyane Musik: Christophe Rezai Sound Design: Ensieh Maleki Schnitt: Hayedeh Safiyari VFX: Javad Matouri

Wiederholungsvorstellungen sind am 31.07. und am 14.08.2022 jeweils um 20 Uhr im Kino NEUES MAXIM im Rahmen der Münchner FilmKunstWochen zu sehen.

 

14.7., 19 Uhr

FILMS AROUND IRAN – Odyssey #1 mit Roya Arab

in Kooperation mit Patogh e.V.

Filmgespräch über den iranischen Süden mit Roya Arab REGIE: FARHAD VARAHRAM, IRAN 2013, 40 MIN. Farhad Varahrams Dokumentarfilm ist ein wunderschön gefilmter Einblick in das Leben der im Südiran lebenden Afro-Iraner, der ohne Erzählung auskommt und es den Zuschauer*innen ermöglicht, die Bilder, Stimmungen und Geräusche auf sich wirken zu lassen.
Die mehrteilige Reihe ”Filme rund um den Iran“ umfasst eine Auswahl iranischer Spiel- und Dokumentarfilme, die jeweils durch Gespräche mit Filmemacher*innen, Ethnograph*innen und Wissenschaftler*innen ergänzt werden. Jeder Filmzyklus konzentriert sich auf eine andere Region des Iran. Die erste Session der Reihe wird den iranischen Südwesten vorstellen. Der iranische Süden ist ein wiederkehrendes Thema bei CINEMA IRAN – sei es mit der Ausstellung AFRO-IRAN von Mahdi Ehsaei (2017) oder den Filmen JANBAL, ARCHIPELAGO oder I’M NOT A WOMAN, um nur einige zu nennen. Die Reihe “Films Around Iran“ mit Roya Arab wird ab Herbst 2022 fortgesetzt, um auf einer filmischen Odyssee weitere Regionen des Iran zu erkunden – die Kultur, Musik, Demografie, Natur sowie das soziale Leben.

Roya Arab ist eine in London lebende iranisch-britische Musikerin, Archäologin und Wissenschaftlerin, die sich mit dem sozio-ethnologischen Aspekt des iranischen Kinos beschäftigt.

Roya_Arab_Baad Jin

BAAD-E JINN (WIND OF DJINN)
REGIE: NASSER TAQVAI, IRAN 1968, 22 MIN., PERSISCH MIT ENGL. UT

Der künstlerisch-ethnografische Film stellt die rituelle Praxis “Zar” vor, eine Form der Geisteraustreibung. Ein von Nasser Taqvai verfasstes Gedicht wird von Shamlou, einem der angesehensten iranischen Poeten, rezitiert. Roya Arab hat das Gedicht neu ins Englische übertragen und dden Film mit neuen Untertiteln versehen.

Roya_Arab_Blacks of Iran

SIYAHAN JANUB (BLACKS OF THE SOUTH)
REGIE: FARHAD VARAHRAM, IRAN 2013, 40 MIN.
Farhad Varahrams Dokumentarfilm ist ein wunderschön gefilmter Einblick in das Leben der im Südiran lebenden Afro-Iraner, der ohne Erzählung auskommt und es den Zuschauer*innen ermöglicht, die Bilder, Stimmungen und Geräusche auf sich wirken zu lassen.

 

15.7., 18 Uhr

WOODGIRLS – A DUET FOR A DREAM

Regie: Azadeh Bizargiti, Iran, Tschechische Republik 2021, 75 Min., Persisch mit engl. UT

Bildschirmfoto 2022-07-04 um 12.19.43Woodgirls film still 4

Frauen als Schreinerinnen im Iran? Der Dokumentarfilm WOODGIRLS – A DUET FOR A DREAM begleitet die Freundinnen Leila und Sadigheh bei ihrem täglichen Leben in der Stadt Rasht und bei ihrem Kampf, sich als Autodidaktinnen in einer bislang ausschließlich Männern vorbehaltenen Profession zu behaupten. Werden sich die beiden Frauen mit ihrer Begeisterung fürs Holzhandwerk und ihrer Liebe zum Material Holz mit ihrem Traum von der eigenen kleinen Schreinerei durchsetzen können? Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin Azadeh Bizargiti wurde 1979 in Rasht geboren. Sie ist passionierte Dokumentarfilmerin. Als Autorin verfasst sie Beiträge über Literatur, Frauen und Kino. Frühere Dokumentarfilme sind AN ANGEL OVER MY RIGHT SHOULDER (2011) und HALF HIDDEN OF THE MOON (2016).

Regie, Drehbuch: Azadeh Bizargiti Produzent: Kaveh Farnam Kamera: Reza Teimoori Schnitt: Farid Daghagheleh Ton: Shahin Poordadashi Tondesign und Mix: Ensiyeh Maleki Musik: Amir Molookpoor Mit Leila Avakh und Sedigheh Momennia u.a.

 

 

15.7., 20 Uhr

IN THE NAME OF SCHEHERAZADE OR THE FIRST BEERGARDEN IN TEHRAN

Regie: Narges Kalhor, Deutschland 2019, 75 Min., Persisch, Englisch, Deutsch mit dt. UT

Scheherazade_002Scheherazade_003

An Geschichten hängt das Leben. Für Scheherazade aus 1001 Nacht ist Storytelling ein Überlebenskampf. Narges Kalhor greift die Geschichte dieser persischen Erzählerin als zentrales Motiv in ihrem Film auf, der kunstvoll verschiedene Geschichten miteinander verwebt. Da ist die Figur der HFF-Studentin Narges, die an ihrem Abschlussfilm arbeitet und an den merkwürdigen Ansprüchen ihres Dozenten fast verzweifelt.

Verzweiflung treibt auch den syrischen Geflüchteten, der seine Biographie in der Bürokratie des Asylwesens ausbreiten muss. Eine Künstlerin findet durch ihre Arbeit mit orientalisierenden Klischees Aufmerksamkeit. Und eine junge iranische Bierbrauerin träumt in München von der Eröffnung des ersten Biergartens in Teheran. In diesem feinen Gespinst von Erzählfäden treten die Nachkommen der Scheherazade hervor.

Nach dem Film Gespräch mit der Regisseurin, Protagonisten & Crew

Die 1984 in Teheran geborene Regisseurin, Filmeditorin und Videokünstlerin Narges Kalhor hat sich in den letzten Jahren in München einen Namen gemacht und wurde neben vielen anderen Preisen mit dem Starter-Filmpreis der LH München und dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts ausgezeichnet. In ihrem Abschlussfilm setzt sich die HFF-Absolventin auch mit ihren Studienerfahrungen im hiesigen Hochschulsystem auseinander.

Regie: Narges Kalhor Buch: Aydin Alinejad & Narges Kalhor Kamera: Julia Swoboda Schnitt: Frank Müller Musik: Yorgia Karidi
Mit Narges Kalhor, Alireza Golafshan, Mahnaz Saerwari, Faezeh Nikoozad, Ali Abuhassa, Tahmineh Dokhani u.a

 

16.7., 18 Uhr

LANGSAM VERGESSE ICH EURE GESICHTER

Regie: Daniel Asadi Faezi, Deutschland 2021, 80 Min., Persisch, Azeri, Deutsch mit dt. UT

Still5_slowly forgetting your facesStill2_slowly forgetting your faces

“Langsam vergesse ich Eure Gesichter“, schreibt Ibrahim aus dem Iran an seine Geschwister in Deutschland. Diese haben ihre Heimat Anfang der 1980er Jahren verlassen, um Krieg und Revolution zu entkommen. Ibrahim aber bleibt im Iran zurück bis auch er sich letztendlich entscheidet nach Deutschland zu fliehen.

In den Briefen von Familie und Freunden werden Alltagserlebnisse und verschlüsselte Botschaften geteilt. Nach fast 40 Jahren wiedergelesen, kommen alte Empfindungen nach oben oder es wird erkennbar, was man längst hinter sich gelassen und vergessen hat. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Onkel arbeitet der Regisseur Daniel Asadi Faezi seine Familiengeschichte auf. In diesem archäologischen Unterfangen, visuell stimmig begleitet, wird das Private als das Politische sichtbar. Geblieben sind die Briefe, die sich die beiden Brüder in den Jahren der Trennung geschrieben haben. Nun sitzen sie sich in einer nüchternen Studio-Situation gegenüber und lesen die Briefe von damals. Sie erinnern sich, besinnen sich zurück und erzählen ihr damaliges Leben, das vom heutigen manchmal gar nicht so fern scheint: Die Geschichte einer Familie, die durch Religion und Politik entzweigerissen wurde.

Regie, Drehbuch: Daniel Asadi Faezi Kamera: Lukas Nicolaus Ton: Philip Hutter Musik: Andy Ozbolt, Ferdinand Kavall Schnitt: Ulrike Tortora

Zu Gast: Daniel Asadi Faezi und die Protagonisten des Films

 

16.7., 20 Uhr

ABSENCE (Naboodan)

Regie: Ali Mosaffa, Iran, Tschechische Republik, Slowakei 2021, 100 Min., Persisch, Englisch, Tschechisch mit engl. UT

Absence 4Ali Mosaffa 2

Rouzbeh begibt sich auf den Spuren seines Vater auf eine Reise von Teheran nach Prag. Sein Vater, ein glühender Kommunist, war 1953 nach dem CIA-Putsch gegen Mossadegh hinter den Eisernen Vorhang in die damalige Tschechoslowakei geflohen. Auf verschlungenen Wegen ergründet Rouzbeh nicht nur die Stadt, sondern auch Stück für Stück seine eigene Familiengeschichte, die eng mit den historischen Ereignissen der damaligen Zeit verwoben ist. Je näher er seinem Vater kommt, desto weiter entfernt er sich von seinen bisherigen Gewissheiten. War sein Vater wirklich der Held für den er ihn gehalten hatte?

In atmosphärischen Bildern lässt Ali Mosaffa eine vergangene Welt auferstehen und verwebt kunstvoll die osteuropäische und die iranische Geschichte zu einem kulturübergreifenden Meisterwerk.

Ali Mosaffa, 1966 in Teheran geboren, ist ein bekannter iranischer Schauspieler und Filmemacher. Er arbeitet seit vielen Jahren mit zahlreichen renommierten Regisseuren, wie z. B. Mani Haghighi oder Asghar Farhadi zusammen. Nach PORTRAIT OF A LADY FAR AWAY (2005) und THE LAST STEP (2012) ist ABSENCE (2021) seine dritte Regiearbeit. Regie, Drehbuch: Ali Mosaffa Kamera: Masoud Salami Ton: Vahid Moghadessi Schnitt: Fardin Sahebzamani Mit Ali Mosaffa, Zuzana Stivínová, Klára Melíšková, Zuzana Kronerová, Magdaléna Borová, u.a

 

Alle Vorstellungen in PROJEKTOR, Gasteig HP8

VVK ab 1.7.2022 bei München Ticket

 

 

 

CINEMA IRAN ist zurück!

 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit unserem Publikum in diesem Sommer
vom 13.-16. Juli 2022
im Gasteig HP8 – Halle E / Projektor.

Das Programm erscheint Ende Juni.

 

CINEMA IRAN ist Mitglied im Filmstadt München e.V.

In den sozialen Medien sind wir hier zu finden:

Facebook: https://www.facebook.com/CinemaIranFestival

twitter: https://twitter.com/CinemaIran

Instagram: https://www.instagram.com/cinemairanfestival/

 

 


 

CINEMA IRAN präsentiert bei den Filmkunstwochen München 2021:

 

DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT

(R.: Mohammad Rasoulof)

Die Kinos öffnen wieder die Türen und wir freuen uns diesen Sommer innerhalb der Filmkunstwochen München zwei mal einen Film zeigen zu können! Am Sonntag den 15.August und am 22.August freuen wir uns um 20:00 Uhr auf Sie im Maxim.
Der Film trägt den Titel Doch das Böse gibt es nicht und hat bei der Berlinale 2020 bereits überzeugt und einen Bären gewonnen. Der Film zeigt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen. Dabei versucht er, verschiedenste Fragen aufzugreifen: Wie integer kann ein Mensch im absoluten Regime bleiben? Welche moralische Schuld kann er ertragen, ohne zu zerbrechen? Wie kann die persönliche Freiheit bewahrt werden? Ein kraftvoller Film, der tief beeindruckt. Regie führt Mohammad Rasulof. Natürlich wird der Film in OmU ausgestrahlt, die Dauer des Films beträgt 151 Minuten. Ein Programm zum downloaden und eine Weiterleitung zum Buchen der Tickets finden Sie hier.

 


 

Absage CINEMA IRAN 2021

 

Liebe Freund*innen des iranischen Kinos,
liebe CINEMA IRAN Besucher*innen,

pandemiebedingt können wir leider im Jahr 2021 kein Festival durchführen.
Bei den Filmkunstwochen im August werden wir einen aktuellen iranischen Spielfilm vorstellen und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Das Festivalteam


 

Absage CINEMA IRAN 2020

 

Liebe Freund*innen des iranischen Kinos, liebe CINEMA IRAN Besucher*innen,

als wir uns Ende 2019 über das Motto des diesjährigen Festivals Gedanken machten, hatten wir keine Ahnung, wie sehr wir mit „Disruption“ ins Schwarze treffen würden. Die Corona-Pandemie hat all unsere Planungen mit großer Wucht über den Haufen geworfen. Und nach langem Abwägen haben wir entschieden, dass CINEMA IRAN 2020 nicht stattfinden kann. Unser Festival lebt von der Begegnung, dem Zusammentreffen unseres diversen Publikums miteinander im Kinosaal und von den spontanen und moderierten Gesprächen danach und vor allem auch von den Begegnungen und Austauschmöglichkeiten mit unseren internationalen Filmgästen. All das ist dieses Jahr leider nicht möglich.

Wir hatten Filme gesichtet, mit Künstler:innen gesprochen. Vieles davon werden wir versuchen im nächsten Jahr nachzuholen und mit dann aktuellen Positionen zu ergänzen.

Während hier in München Lockerungen einsetzen und Kinos langsam unter Hygienebedingungen wieder öffnen, zählt der Iran zu den zehn am stärksten von Covid-19 betroffenen Ländern der Welt. Fast 11.000 Menschen sind inzwischen an oder mit dem Virus gestorben. Neben der Gesundheitskrise belasten Wirtschaftskrisen und geopolitisch wie innenpolitisch angespannte Lagen den Alltag der Menschen.

Wir werden die Zeit bis zum nächsten CINEMA IRAN Festival 2021 nutzen, weiter an unserem Programm zu feilen und aktuelle, experimentelle und künstlerisch interessante Filme aus und über Iran für Euch und für Sie nach München zu holen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim CINEMA IRAN Festival 2021!

Bleiben Sie/bleibt gesund!

Das Festivalteam


 

 

 

Cinema Iran
Iranisches Filmfestival München
12. – 14. Juli 2019

CINEMA IRAN 
Vom 12. bis 14. Juli 2019 präsentiert das Iranische Filmfestival München im Carl-Amery-Saal im Gasteig erneut ein spannendes und abwechslungsreiches Filmprogramm ergänzt mit Lesungen und Vorträgen zu iranischer Kunst und Kultur

 Plakat_CinIran19_1_RGB_A4
Idee, Konzept und Projektleitung Cinema Iran – Iranisches Filmfestival München: Silvia Bauer
Unser Festivalplakat 2019 verwendet das Plakatmotiv des diesjährigen Eröffnungsfilms SCENES FROM THE LIFE OF A DETECTIVE, das von Siamak Pourjabber gestaltet wurde. Grafische Gestaltung für CINEMA IRAN von Saba Bussmann.

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken